Der Weg zum Führerausweis
  1. Nothelferkurs besuchen.
  2. Gesuch um Erteilung eines Lernfahrausweises einreichen (frühestens 3 Monate vor dem 18. Geburtstag).
  3. Vorbereiten auf die Theorieprüfung (Verkehrsregel-Theoriekurs, Fragebogen lösen).
  4. Basistheorieprüfung absolvieren (frühestens 1 Monat vor dem 18. Geburtstag).
  5. Nach bestandener Theorie - Prüfung: Erhalt Lernfahrausweises (frühestens am 18. Geburtstag.
  6. Fahrstunden und Verkehrskunde-Kurs beim Fahrlehrer, evtl. private Lernfahrten.
  7. Praktische Prüfung.
  8. Neu ab 1.12.2005 2-Phasen-Ausbildung und Führerschein auf Probe!


Führerschein auf Probe:

Die 20- bis 24-jährigen Lenkerinnen und Lenker sind statistisch öfters an Verkehrsunfällen beteiligt als ältere Verkehrsteilnehmende. Bei den 18- bis 24-jährigen bilden Verkehrsunfälle sogar die häufigste Todesursache.


Bundesrat und Parlament haben nun beschlossen, dieser schlechten Bilanz mit dem neuen Führerausweis auf Probe, verbunden mit einer vertiefenden Fahrausbildung, entgegen zu wirken.


Wer am 1. Dezember 2005 oder später erstmals ein Gesuch um einen Lernfahrausweis der Kategorie A (Motorräder) oder B (Personenwagen) stellt oder wer am 1. Dezember 1987 oder später geboren wurde, erhält den Führerausweis nach bestandener praktischer Prüfung nur noch auf Probe.





Die Probezeit beträgt drei Jahre.

Während dieser Zeit sind zwei eintägige Weiterbildungkurse zu besuchen. Der erste Kurstag soll innerhalb von sechs Monaten nach dem Erwerb des Führerausweises auf Probe besucht werden. Der zweite Kurstag muss nach dem ersten Kursteil und innerhalb von drei Jahren seit dem Ausstelldatum des Führerausweises auf Probe besucht werden . Die Kurskosten werden sich auf etwa CHF 700.-- bis 800.-- belaufen. Wenn dadurch ein kleinerer Blechschaden - ein verbeulter Kotflügel kostet mehr - verhindert werden kann, hat sich die Investition bereits gelohnt!


Wer den unbefristeten Führerausweis erhalten will, muss die vorgeschriebenen Weiterbildungskurse besuchen und darf während der Probezeit keine Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften begehen, die zu einem Führerausweisentzug führt. Das Gesuch um die Erteilung eines unbefristeten Führerausweises ist frühestens einen Monat vor Ablauf der Probezeit beim zuständigen Strassenverkehrsamt einzureichen.


Wenn während der Probezeit eine Widerhandlung zum Entzug des Führerausweises führt, wird die Probezeit um ein Jahr verlängert. Die zweite Widerhandlung, die einen Ausweisentzug nach sich zieht, führt zur Annullierung der Fahrberechtigung. Wer danach noch Motorfahrzeuge lenken will, muss ein neues Gesuch um einen Lernfahrausweis einreichen. Ein neuer Lernfahrausweis kann frühestens ein Jahr nach Begehung der Widerhandlung ausgestellt werden. Darüber hinaus ist den üblichen Unterlagen ein verkehrspsychologisches Gutachten einer behördlich anerkannten Stelle beizulegen, das die Fahreignung bejaht und nicht älter als drei Monate ist.